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Müssen Röhren gematched werden?

Das hängt vor allem davon ab, wofür man die Röhren verwenden möchte:

Endstufenröhren

Endröhren sollten gematcht sein, wenn sie:

  • in einem Gegentaktverstärker betrieben werden, damit der Übertrager nicht in Sättigung gerät und Brummen sowie Verzerrungen vermieden werden (wichtiger Parameter: Anodenstrom)
  • im Stereo- oder Mehrkanalbetrieb laufen, um Lautstärkeunterschiede zwischen den Kanälen zu vermeiden (wichtiger Parameter: Steilheit)

Kleinsignalröhren und Doppeltrioden

Diese sollten gematcht sein bei:

  • Phonostufen (unbedingt), da Röhrenvorstufen meist wenig Gegenkopplung haben und es sonst leicht zu Kanalungleichheiten kommt (Stimme wandert aus der Mitte, räumliche Abbildung leidet)
  • Line-Vorstufen und Stereo-Röhrenverstärkern, um Kanalungleichheiten zu vermeiden
  • Gitarrenverstärkern müssen Eingangsröhren nicht gematcht sein, da sie meist kaskadiert arbeiten und einkanalig aufgebaut sind
  • bei Musikerverstärkern kann Matching beim Phasensplitter (Phase Inverter) sinnvoll sein, um die Endröhren gleichmäßig anzusteuern – das verbessert den Headroom und ist besonders für Clean-Sounds empfehlenswert

Sonderfälle

  • Bei Röhrenradios ist in der Regel kein Matching erforderlich
  • Bei Amateurfunk-Endstufen ist Matching meist empfehlenswert