Welche Übertrager sind für Gegentakt EL34 Betrieb empfehlenswert?
Wenn man bei BTB Elektronik einen Übertrager für die EL34 im Gegentaktbetrieb auswählt, ist die erste Frage die Anpassung, also der Raa. Gemäß Telefunken-Datenblatt (siehe Bild rechts) kann man sich gemäß der gewünschten Anodenspannung gut orientieren. Bei den üblichen 350 Volt bis 500 Volt wird man zwischen 3 kΩ und 5 kΩ landen. Das ist auch nicht so ganz kritisch, da die meisten Lautsprecher nicht impedanzlinearisiert sind. Es erscheint sinnvoll, bei niedrigerer Anodenspannung eher 3 kΩ – 4 kΩ und bei höherer Spannung ab 450 V – 500 V eher 4 kΩ – 5 kΩ zu wählen.
Die zweite Frage ist, ob man mit nur einer Sekundärimpedanz ohne Umverdrahtung leben kann, dafür aber die besseren Übertrager-Audioeigenschaften nutzen kann. Weitere Fragen beziehen sich auf das Budget, die Größe, ob man Ultralinear und/oder Kathodengegenkopplung (CFB) nutzen möchte.
Hier eine Auflistung sinnvoller Übertrager:
- Lundahl LL1623 PP Raa = 3,3 kΩ → sehr breitbandig, sehr klirrarm, klingt hervorragend, je eine Lastimpedanz
- Lundahl LL1679 PP Raa = 4,5 kΩ → sehr breitbandig, sehr klirrarm, klingt hervorragend, je eine Lastimpedanz
- Lundahl LL3723 PP Raa = 4,3 kΩ → das Filet unter den High-End Gegentakt-EL34-Übertragern. Dieser Typ hat UL-Anschlüsse bei 33 %, geht bis 160 Wout (@30 Hz) und von 5 Hz – 60 kHz (−1 dB)
- Hammond 1650NA Raa = 4,3 kΩ – gut für DIY-Röhrenverstärker mit 4 Ω, 8 Ω, 16 Ω Anschluss plus UL bis 60 Wout
- Hammond 1750N Raa = 3,2 kΩ – der ideale Übertrager für Gitarrenamps nach Marshall JCM800 / 2204 Vorgabe
- Hammond 125E Raa = 3 kΩ – 6 kΩ – der kleine Einstiegsübertrager für Versuche mit kleiner Leistung bis 15 W