100uF Mundorf TCAP 550V TubeCap MKP Film 50x85mm
104,20 €
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Nichtpolarer Polypropylen-Folienkondensator für Röhrennetzteil-DIY
Kapazität ±5 %, 100 V AC und Temperaturbereich von -25 bis +85 °C
M6-Schraubanschlüsse, 20 mm Raster und Aluminiumgehäuse Ø50 × 85 mm
Bei 550 V rund 15,1 J Speicherenergie; sichere Entladung vorsehen
Mundorf TubeCap TCAP-100 – 100-µF-MKP-Netzteilkondensator für 550 V DC
Der Mundorf TubeCap TCAP-100 ist ein ungepolter Netzteil-Folienkondensator mit 100 µF Kapazität und 550 V DC Spannungsfestigkeit. Er verwendet metallisierte Polypropylenfolie mit selbstheilender Beschichtung und ist für Hochvolt-Netzteile in passend ausgelegten Röhren- und Audiogeräten vorgesehen.
Die Ausführung TCAP-100T5.550 besitzt ein Aluminiumgehäuse mit 50 mm Durchmesser und 85 mm Höhe sowie zwei M6-Anschlüsse im 20-mm-Raster. Gegenüber einem Hochvolt-Elko bietet die MKP-Konstruktion keine Polarität und kein elektrolytbedingtes Austrocknen, benötigt jedoch deutlich mehr Bauraum und kann wegen des niedrigen Innenwiderstands hohe Einschaltströme verursachen.
Geeignete Anwendungen
- Sieb- und Speicherkondensator in Hochvolt-Netzteilen von Röhrenverstärkern
- Nachfolgende RC-, LC- oder CLC-Siebstufen in Audio-Netzteilen
- Ersatz eines 100-µF-Hochvolt-Elkos, wenn Spannung, Einschaltstrom, Baugröße und Befestigung passen
- Netzteile mit Halbleitergleichrichtung und ausreichend dimensioniertem Transformator beziehungsweise Strombegrenzer
- Röhrengleichrichter-Schaltungen nur nach Prüfung der zulässigen ersten Siebkapazität und Serienimpedanz
Technische Daten
- Hersteller
- Mundorf
- Baureihe
- TubeCap MKP-Film
- Hersteller-Ausführung
- TCAP-100T5.550
- BTB-Produktnummer
- TCAP-100
- Kapazität
- 100 µF
- Kapazitätstoleranz
- ±5 %
- DC-Nennspannung
- 550 V DC
- AC-Nennspannung
- 100 V AC
- Dielektrikum
- Metallisierte Polypropylenfolie
- Technologie
- Selbstheilende MKP-Folienkonstruktion
- Polarität
- Ungepolt; keine vorgeschriebene elektrische Einbaurichtung
- Leitermaterial
- Aluminium gemäß aktueller Mundorf-Ausführung
- Verlustfaktor laut BTB
- tan δ kleiner 0,005
- Temperaturbereich
- -25 bis +85 °C
- Anschlüsse
- Zwei M6-Schraubanschlüsse
- Anschlussraster
- 20 mm
- Abmessungen
- Ø50 × 85 mm
- Gehäuseform
- Zylindrischer Aluminiumbecher
- Passendes Montagezubehör
- BTB nennt die Schelle MCNV50 für 50-mm-Gehäuse
- Herkunftsangabe
- Deutschland gemäß aktueller BTB-Produktseite
Vergleich mit Hochvolt-Elektrolytkondensatoren
- Polarität
- Der TubeCap ist ungepolt; ein Elektrolytkondensator muss gewöhnlich mit korrekter Polarität eingesetzt werden
- Alterung
- Mundorf nennt als konstruktiven Vorteil, dass kein Elektrolyt austrocknen kann
- ESR und Restinduktivität
- Mundorf positioniert die TubeCap-Serie mit niedrigerem ESR und niedriger Restinduktivität gegenüber Hochvolt-Elkos; konkrete Strom- und ESR-Grenzen der Schaltung sind dennoch separat zu prüfen
- Baugröße
- Die Folienkonstruktion ist bei 100 µF und 550 V deutlich größer als viele Elektrolytkondensatoren und benötigt eine sichere mechanische Befestigung
Hinweise zu Röhrengleichrichtern
Die Aussage „für Röhrengleichrichtung“ ist nicht als allgemeine Freigabe für die erste Kondensatorposition zu verstehen. Viele Röhrengleichrichter begrenzen die direkt nach der Gleichrichterröhre zulässige Kapazität, weil hohe Ladestromspitzen Katode, Anode und Transformator belasten.
Vor dem Einsatz als erster Ladekondensator müssen Gleichrichterdatenblatt, Transformator-Gleichstromwiderstand, Netzteil-Topologie und gegebenenfalls eine zusätzliche Serienimpedanz geprüft werden. Ist 100 µF an dieser Stelle nicht zulässig, kann der TCAP-100 in einer nachfolgenden RC- oder CLC-Stufe eingesetzt werden.
Montage- und Sicherheitshinweise
Ungepolt bedeutet nicht berührungssicher. Beide M6-Anschlüsse können Hochspannung führen und müssen gegen Berührung, Kurzschluss und unbeabsichtigtes Lösen gesichert werden. Das Gehäuse darf nicht als elektrischer Anschluss interpretiert werden.
Bei 550 V speichert ein 100-µF-Kondensator rechnerisch etwa 15,1 J. Diese Energie ist gefährlich. Ein passend dimensionierter Entladewiderstand, eine sichere Entladezeit und eine Messung der Restspannung vor Arbeiten sind erforderlich.
Die Spannungsfestigkeit muss auch Einschaltüberschwinger und die Leerlaufspannung des Netzteils abdecken. Eine Betriebsspannung dicht am Grenzwert ohne Reserve ist bei schwankender Netzspannung oder verzögertem Röhrenstrom nicht sinnvoll.
Fragen zur Auswahl und Anwendung
Eignet sich der Mundorf TubeCap TCAP-100 als Ersatz für einen 100-µF-Hochvolt-Elko?
Ja, der Mundorf TubeCap TCAP-100 kann einen 100-µF-Hochvolt-Elko in einer passend ausgelegten Netzteilstufe ersetzen, wenn 550 V DC ausreichen und Baugröße, Einschaltstrom, Verdrahtung und Entladepfad berücksichtigt werden. Als MKP-Folienkondensator ist er nicht polarisiert.
Kann der Mundorf TCAP-100 direkt hinter einem Röhrengleichrichter eingesetzt werden?
Ja, der Mundorf TCAP-100 kann direkt hinter einem Röhrengleichrichter eingesetzt werden, wenn dessen Datenblatt 100 µF als ersten Ladekondensator zulässt und Transformatorwiderstand beziehungsweise Serienimpedanz den Spitzenstrom begrenzen. Andernfalls gehört er in eine nachfolgende RC- oder CLC-Siebstufe.
Ist der Mundorf TCAP-100 ungepolt und mit einer 50-mm-Schelle montierbar?
Ja, der Mundorf TCAP-100 ist als MKP-Folienkondensator ungepolt und besitzt M6-Anschlüsse im 20-mm-Raster. Das Gehäuse misst Ø50 × 85 mm; BTB nennt die 50-mm-Schelle MCNV50 als passendes Montagezubehör.
Hinweis: Alle genannten Markennamen wie Marshall, Fender etc. sind eingetragenen Warenzeichen der jeweiligen Eigentümer und dienen hier nur der Beschreibung und Kompatibilität.
Mundorf EB GmbH Liebigstr. 110
50823 Köln
Email: info@mundorf.com
Die EU-Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (2011/65/EU = "RoHS 2") hat zum Ziel, bestimmte gefährliche Stoffe aus Elektro- und Elektronikgeräten auszuschließen oder die Nutzung bestimmter Stoffe in elektrischen und elektronischen Geräten einzuschränken. Dazu zählen Stoffe wie Blei, Quecksilber, Cadmium und Chrom sowie bestimmte bromhaltige Flammschutzmittel und Weichmacher. Diese Stoffe dürfen nur bis zu einem Höchstkonzentrationswert in Elektro- und Elektronikgeräten verwendet werden, es sei denn, Ausnahmen nach den Anhängen der Richtlinie erlauben die Nutzung unter bestimmten Voraussetzungen. Damit kann eine Reduzierung und Ausschleusung von Schadstoffen erzielt werden und das Recycling von Elektro- und Elektronik-Altgeräten verbessert werden. Ob sie das von uns erworbene Bauelement in Ihrem Gerät verwenden dürfen, entnehmen sie bitte der aktuellen Richtline, bzw. dem aktuellem Gesetz, welches für Ihr Lang gültig ist. Wenn Sie Hersteller sind, können sie gerne bei uns anfragen, ob das benötigte Bauelement nach den aktuellen Richtlinien geprüft und freigegeben werden kann, wir sind Ihnen dabei gerne behilflich.
Merkblatt zur EU-Richtlinie 2011/65/EUBeschränkung der Verwendung von Gefahrstoffen in Elekto- und Elektronikgeräten (PDF, nicht barrierefrei, 2 MB)
Umsetzung der RoHS-Richtliniehttps://environment.ec.europa.eu/topics/waste-and-recycling/rohs-directive/implementation-rohs-directive_en
Quelle: IHK Mittelfranken
Zolltarifnummer: 85322500
Ursprungsland: DE