Wie werden die Lundahl Ausgangsübertrager verdrahtet?
Bei den meisten Lundahl Ausgangsübertragern kommt man an den Datenblättern nicht vorbei, da es für die meisten Typen mehrere Anschlussmöglichkeiten und damit eine größere Anzahl von Übersetzungsverhältnissen gibt, um die Wicklungen möglichst gut nutzen zu können und um dadurch die Kopplung zu verbessern. Man findet die Datenblätter beim Hersteller oder im BTB Elektronik Onlineshop beim jeweiligen Produkt unter Downloads. Bitte beachten Sie dabei, dass es immer beide Seiten (also Primärseite und Sekundärseite) zu verdrahten gilt. Hierbei müssen sehr oft auch Brücken gemäß den Abbildungen gelötet werden.
Der Stern im Kreis ist beim Datenblatt immer der Wicklungsanfang und daher für die Polung (Phasenlage) wichtig. V+ ist der Übertrager-Eingang auf der Primärseite (kommend von der Stromversorgung). Tube Anode ist der Anodenanschluss. Der Sekundäranschluss ist meist für eine bestimmte Lastimpedanz optimiert.
Wenn man zum Beispiel in das Datenblatt für die Lundahl LL1620, LL1623, LL1627 oder LL902 sieht, findet man eine dreispaltige Tabelle. Je nach gewünschter Primärimpedanz (Ra bzw. Raa) wird dann die Sekundärseite verdrahtet (z. B. B/C/D für 4 Ω / 8 Ω / 16 Ω oder C/D/E für 4 Ω / 8 Ω / 16 Ω).
Beispiel 1:
Eintaktbetrieb Ra = 3 kΩ und Rl = 8 Ω, gewählt LL1623 (90 mA), dann gilt:
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„Primary Connections“ rechte Spalte unteres Bild
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„Secondary Connections“ also Sekundär, mittlere Zeile, Bild links (C)
Beispiel 2:
Gegentaktbetrieb Raa = 3,3 kΩ und Rl = 8 Ω, gewählt LL1620 (PP), dann gilt:
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„Primary Connections“ Bild ganz links oben
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„Secondary Connections“ also Sekundär, mittlere Zeile, Bild rechts (D)
Tipp: Wenn es bei Gegentaktschaltungen zum Schwingen oder Pfeifen kommt, kann es notwendig sein, die beiden Anodenanschlüsse (und ggf. G2) umzutauschen.