LL1627 PP Lundahl Übertrager 650Ohm 1,2k output transformer
Primär 650 O, 1,2 oder 2,3 kO für Hochstrom- und Parallel-PP-Stufen
25-µm-Ausgleichsluftspalt und 60 H Primärinduktivität im PP-Betrieb
Ausgänge für 4, 8 und 16 O passend zur gewählten Primärverschaltung
118 × 85 × 78 mm, 2,5 kg, 380 V RMS AC bei 30 Hz und 3 kV Isolation
Lundahl LL1627/PP – niederohmiger Push-Pull-Ausgangsübertrager für Hochstromstufen
Der Lundahl LL1627/PP ist ein Push-Pull-Ausgangsübertrager für niederohmige, stromstarke Röhrenendstufen. Primärlasten von 650 Ω, 1,2 kΩ oder 2,3 kΩ ermöglichen unterschiedliche Gegentakt- und Parallel-Push-Pull-Konzepte.
Die PP-Ausführung besitzt einen kleinen Ausgleichsluftspalt von 25 µm und ungefähr 60 H Primärinduktivität. Der stark segmentierte Wicklungsaufbau und der Lundahl Audio-C-Kern sind auf hohe Signalströme und geringe Streuinduktivität ausgelegt.
Geeignete Anwendungen
- Push-Pull-Endstufen mit 6C33C-B beziehungsweise 6S33S
- 6AS7-, 6080-, 6528- und 6336-Gegentaktstufen
- Parallel-Push-Pull-Endstufen mit mehreren KT88- oder 6550-Röhren
- Triodengeschaltete EL509-, EL519- oder verwandte Hochstromröhren
- Primärlasten von 650 Ω, 1,2 kΩ oder 2,3 kΩ Raa
- 4-, 8- oder 16-Ω-Lautsprecher bei der jeweils dokumentierten Wicklungskombination
- Class-A- und Class-AB1-Schaltungen mit ausreichend stromstarker Treiberstufe
Technische Daten
- Produktart
- Push-Pull-Hochstrom-Ausgangsübertrager
- Modellvariante
- LL1627/PP
- Push-Pull-Luftspalt
- Ca. 25 µm als Ausgleichsluftspalt
- Primärinduktivität
- Ca. 60 H
- Primärimpedanzen
- 650 Ω, 1,2 kΩ oder 2,3 kΩ Raa
- Sekundärimpedanzen
- 4, 8 oder 16 Ω bei 650 Ω und 1,2 kΩ; 8 oder 16 Ω bei 2,3 kΩ in den Standardbeschaltungen
- Wicklungsverhältnis
- 4 × 8,5:8 × 1
- Primär-Gleichstromwiderstand
- Ca. 56 Ω bei vollständiger Reihenschaltung
- Sekundär-Gleichstromwiderstand
- Ca. 0,4 Ω je Sekundärabschnitt
- Primärseitige Streuinduktivität
- Ca. 1,9 mH
- Maximale primäre Signalspannung
- Ca. 380 V RMS bei 30 Hz im Push-Pull-Betrieb
- Magnetische Leistungsgrenze bei 2,3 kΩ
- Ca. 62 W bei 30 Hz; keine Verstärker-Ausgangsleistungszusage
- Magnetische Leistungsgrenze bei 1,2 kΩ
- Ca. 125 W bei 30 Hz; keine Verstärker-Ausgangsleistungszusage
- Magnetische Leistungsgrenze bei 650 Ω
- Ca. 250 W bei 30 Hz; keine Verstärker-Ausgangsleistungszusage
- Wicklungsverlust
- Je nach Primärlast ungefähr 0,2, 0,5 oder 0,8 dB
- Thermische Primärstromgrenze
- 350 mA nach dem 7-W-Verlustkriterium; nicht als zulässige DC-Unsymmetrie zu verwenden
- Quantifizierte DC-Unsymmetrie
- Im Serienblatt nicht als allgemeiner Zahlenwert angegeben
- Isolationsprüfung zwischen den Wicklungen
- 3 kV AC
- Isolationsprüfung Wicklung gegen Kern
- 1,5 kV AC
- Kern
- Lundahl Audio-C-Kern
- Abmessungen
- Ca. 118 × 85 × 78 mm
- Befestigung
- Ca. 53 × 90 mm mit vier M4-Befestigungspunkten
- Gewicht
- Ca. 2,5 kg
Röhrenzahl und Primärlast
Die passende Primärlast hängt nicht nur vom Röhrentyp, sondern auch von der Zahl der parallel betriebenen Systeme, Anoden- und Schirmgitterspannung, Ruhestrom, Betriebsart und erwarteter Ausgangsleistung ab.
650 Ω Raa ist für besonders niederohmige Hochstromkonzepte oder mehrere parallele Endröhren vorgesehen. 1,2 und 2,3 kΩ bieten höhere Lasten für andere Röhrenzahlen und Arbeitspunkte. Die BTB-Röhrenbeispiele sind technische Ausgangspunkte und keine allgemeine Austauschfreigabe.
Parallel-Push-Pull-Hinweise
Bei zwei parallel arbeitenden Röhren pro Gegentakthälfte sollte jede Röhre einen eigenen Steuergitterstopper und üblicherweise einen eigenen Schirmgitterstopper besitzen. Anoden-, Gitter- und Kathodenleitungen sollten möglichst symmetrisch geführt werden.
Die Ruheströme aller Röhren müssen kontrolliert werden. Ein kleiner Ausgleichsluftspalt ersetzt weder Matching noch Bias-Abgleich und erlaubt keinen beliebigen Gleichstromunterschied zwischen den beiden Primärhälften.
Hinweise zur Montage und Sicherheit
Die Leistungswerte bei 30 Hz beschreiben die magnetische Grenze des Übertragers. Die tatsächlich erzielbare Verstärkerleistung wird zusätzlich durch Röhren, Netzteil, Treiberstufe, Betriebsart und zulässige Verlustleistungen begrenzt.
Die Sekundärabschnitte müssen für die gewählte Kombination aus Raa und Lautsprecherimpedanz exakt nach dem Lundahl-Diagramm verbunden werden.
Am offenen Übertrager können lebensgefährliche Spannungen und hohe gespeicherte Energien anliegen. Mechanische Montage, Isolierung, Bias-Abgleich und Inbetriebnahme gehören in fachkundige Hände.
Fragen zur Auswahl und Anwendung
Welcher Push-Pull-Ausgangsübertrager passt zu niederohmigen 6C33C-, 6AS7- oder 6080-Endstufen?
Lundahl LL1627/PP bietet 650 Ω, 1,2 kΩ und 2,3 kΩ Raa für passend berechnete Hochstrom-Gegentaktstufen. Röhrenzahl, Versorgungsspannung, Ruhestrom und Betriebsart bestimmen die geeignete Primärlast.
Welcher Lundahl-Ausgangsübertrager eignet sich für Parallel-Push-Pull-Stufen mit mehreren KT88- oder 6550-Röhren?
Lundahl LL1627/PP ist für niedrige Primärlasten bis 650 Ω Raa erhältlich und kann in passend berechneten Parallel-Push-Pull-Stufen eingesetzt werden. Röhrenzahl, Stromaufteilung, Ausgangsleistung und Netzteilleistung müssen zur gewählten Beschaltung passen.
Kann der Lundahl LL1627/PP an 4-, 8- und 16-Ohm-Lautsprecher angepasst werden?
Ja, der Lundahl LL1627/PP bietet bei 650 Ω und 1,2 kΩ Standardbeschaltungen für 4, 8 und 16 Ω. Bei 2,3 kΩ sind im Standarddiagramm 8 und 16 Ω vorgesehen.
Ist der 25-µm-Luftspalt für eine geringe DC-Unsymmetrie der Gegentaktstufe vorgesehen?
Ja, der 25-µm-Ausgleichsluftspalt erhöht die Toleranz gegenüber geringfügiger Ruhestromunsymmetrie. Lundahl nennt jedoch keinen allgemeinen maximalen Differenzstrom; Matching und individueller Bias-Abgleich bleiben erforderlich.
Hinweis: Alle genannten Markennamen wie Marshall, Fender etc. sind eingetragenen Warenzeichen der jeweiligen Eigentümer und dienen hier nur der Beschreibung und Kompatibilität.
Lundahl Transformers AB
SE-76150 Norrtälje
Email: order@lundahltransformers.com
Die EU-Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (2011/65/EU = "RoHS 2") hat zum Ziel, bestimmte gefährliche Stoffe aus Elektro- und Elektronikgeräten auszuschließen oder die Nutzung bestimmter Stoffe in elektrischen und elektronischen Geräten einzuschränken. Dazu zählen Stoffe wie Blei, Quecksilber, Cadmium und Chrom sowie bestimmte bromhaltige Flammschutzmittel und Weichmacher. Diese Stoffe dürfen nur bis zu einem Höchstkonzentrationswert in Elektro- und Elektronikgeräten verwendet werden, es sei denn, Ausnahmen nach den Anhängen der Richtlinie erlauben die Nutzung unter bestimmten Voraussetzungen. Damit kann eine Reduzierung und Ausschleusung von Schadstoffen erzielt werden und das Recycling von Elektro- und Elektronik-Altgeräten verbessert werden. Ob sie das von uns erworbene Bauelement in Ihrem Gerät verwenden dürfen, entnehmen sie bitte der aktuellen Richtline, bzw. dem aktuellem Gesetz, welches für Ihr Lang gültig ist. Wenn Sie Hersteller sind, können sie gerne bei uns anfragen, ob das benötigte Bauelement nach den aktuellen Richtlinien geprüft und freigegeben werden kann, wir sind Ihnen dabei gerne behilflich.
Merkblatt zur EU-Richtlinie 2011/65/EUBeschränkung der Verwendung von Gefahrstoffen in Elekto- und Elektronikgeräten (PDF, nicht barrierefrei, 2 MB)
Umsetzung der RoHS-Richtliniehttps://environment.ec.europa.eu/topics/waste-and-recycling/rohs-directive/implementation-rohs-directive_en
Quelle: IHK Mittelfranken
Zolltarifnummer: 85043129
Ursprungsland: SE